Melancolibris: Sehnsucht & Nüchternheit, Rausch & Kämpfertum.

Kleine Programmänderung am 27.7.: „Bi Jäger“-Konzert abgesagt. Statt ihr geben sich die  „Melancolibris“ ein Stell-dich-ein.

Lothar Lässer: Akkordeon  //  Josef Fürpaß: Bandoneon

Das Bandoneon & die Altwiener Quetsche sind quasi zwei fast ausgestorbene „Reptilien“,
unvollkommene mechanische Apparate, geboren im beginnenden industriellen Zeitalter: Sehnsucht & Nüchternheit, Rausch & Kämpfertum paarten sich und gebarenvor 150 Jahren jene schnaufenden Bälger, die sich zwischen zwei Händen winden oder aufbäumen, wimmernd Luft & Rauch inhalieren und die zuckend Laute spucken.

Das Bandoneon zweichörig in Oktaven, rechts scharf & links nasal, die „Wienerin“ weich, auch zweichörig, aber mit Tönen der gleichen Oktave im Diskant und groovigen Bässen in der linken Hand.

In Anlehnung an das historische Altwiener Instrument entwickelte Lothar Lässer in den letzten Jahren ein neues Modell, das in Klang, Intimität und musikalischen Möglichkeiten bemerkenswerte Perspektiven (wieder)findet: nicht nur meßbare Kategorien wie Lautstärke oder leichte Ansprechbarkeit der Stimmzungen sind wichtig, auch der individuellen „Aura“ der Töne des Instruments wird Bedeutung zugestanden, welche ja guten historischen Instumenten innewohnt.

 

Advertisements

Veröffentlicht von

Ursula Barta

Text.Konzept.Kunst. Mitglied bei wasistkunst.com

Ein Gedanke zu “Melancolibris: Sehnsucht & Nüchternheit, Rausch & Kämpfertum.”

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s